Das aktuelle Verlagsprogramm 13. März 2018 – Posted in: Verlagsnews – Tags: , , ,

Liebe LeserInnen,

vor genau einem Jahr erschien der erste Katalog des Manifest Verlags – ebenfalls zur Leipziger Buchmesse. Wir schrieben damals, dass wir als marxistischer Verlag die Welt nicht nur beschreiben, sondern auch verändern wollten. Wir nahmen uns vor, Klassiker des Marxismus sowie Neuerscheinungen politischer AktivistInnen zu veröffentlichen, um die sozialen Bewegungen von heute mit den besten Ideen zu versorgen. Und wir wollten als politischer Verlag in Erscheinung treten, der aktiv ist und Widerstand organisiert. Wir glauben, dass uns das recht gut gelungen ist. Seit Verlagsgründung haben wir 45 Titel veröffentlicht; darunter 16 Bücher und Texte klassischer AutorInnen (wie Marx/Engels, Lenin, Trotzki, Luxemburg, etc.) sowie 12 Neuerscheinungen. Zusammen mit anderen linken und unabhängigen Verlagen haben wir die Kampagne #verlagegegenrechts initiiert, welche gegen rechte Hetze in der Buch- und Medienbranche vorgeht. Mittlerweile sind wir über 70 Verlage und 160 Einzelpersonen/Initiativen, die sich unter dem Hashtag zusammenfassen. Über 11.000 Euro konnten für Veranstaltungen, Aktionen und Material auf der Leipziger Buchmesse gesammelt werden. Zusammen wollen wir dort einen solidarischen Gegenpol schaffen, um rechte Ideologien aus der Branche und der Gesellschaft zurückzudrängen. Denn es braucht gesellschaftliche Veränderungen, um das Erstarken der Rechten umzukehren. Im letzten Jahr feierten wir den 100. Jahrestag der bisher bedeutendsten sozialen Umwälzung der Menschheitsgeschichte, die russische Oktoberrevolution. Zum ersten Mal konnte 1917 in einem Land der Kapitalismus gestürzt und durch eine sozialistische Demokratie der ArbeiterInnen, SoldatInnen und armen BäuerInnen ersetzt werden. Auch in diesem Katalog findet ihr dazu noch einmal unsere Titelauswahl (S. 6/7) – vom Augenzeugenbericht von Albert Rhys Williams bis zur Textsammlung von Texten Lenins aus dem Revolutionsjahr. 2018 stehen ebenfalls zwei Jahrestage auf der Tagesordnung: 50 Jahre revolutionäre Bewegungen 1968 & 100 Jahre Novemberrevolution in Deutschland 1918. Wie es zu diesen revolutionären Bewegungen gekommen war, warum sie scheiterten und welche Lehren wir heute noch aus ihnen ziehen können, versuchen u.a. unsere ausgewählten Titel (S. 3) zu beantworten. Eines unser Anliegen ist es, nicht mehr erhältliche und in Vergessenheit geratene Texte der Arbeiterbewegung wieder herauszugeben. Dies tun wir dieses Jahr mit Leo Trotzkis Autobiographie Mein Leben und August Bebels Buch Die Frau und der Sozialismus. Das Herbstprogramm hält jedoch selbstverständlich nicht nur historische Titel und Themen bereit. Mit unseren aktuellen Neuerscheinungen (S. 4.) wollen wir in die Debatten der Gegenwart eingreifen. René Arnsburg leistet mit Maschinen ohne Menschen einen marxistischen Beitrag zu Digitalisierungs- & Industrie-4.0-Debatte. Der Sammelband Die Linke International, den Lucy Redler und René Arnsburg herausgeben, beschäftigt sich mit der Entwicklung linker Formationen und Parteien auf internationaler Ebene und hält Erfahrungen und Schlussfolgerungen über den Aufbau neuer Arbeiterparteien aus 13 Ländern bereit. Die hier vorgestellten Titel lassen sich alle bequem in unserem Online-Shop (www.manifest-bücher.de) bestellen; das gesamte Verlagsprogramm und weitere Informationen finden sich auf unserer Website (www.manifest-verlag.de). Weiterhin gibt der Verlag die Periodika der SAV – Sozialistische Alternative („Solidarität – sozialistische Zeitung“ & „sozialismus.info – Magazin für marxistische Theorie und Praxis“) heraus. Die SAV ist eine marxistische Organisation, die in Gewerkschaften, der LINKEN, linksjugend [’solid] und sozialen Bewegungen für den Wiederaufbau der Arbeiterbewegung auf sozialistischer Grundlage streitet. Allen LeserInnen, die wie wir das kapitalistische Elend satt haben und eine sozialistische Veränderung erkämpfen möchten, empfehlen wir mit der SAV Kontakt aufzunehmen und aktiv zu werden (www.sozialismus.info).

Tom Hoffmann für den Verlag,

Berlin im Februar 2018

Und hier gibt es das Programm: Herbstprogramm 2018